Parzival. Der Rote Ritter

Buchcover von Parzival. Der Rote Ritter

Von Parzival bis Rapper Roman Flepp - Mit seinen Neuerscheinungen will sich das Schweizerischen Jugendschriftenwerks SJW als Nr. 1 unter den Schweizer Anbietern von Jugend- und Kinderliteratur profilieren. - Mit insgesamt 34 Neupublikationen in Deutsch, Französisch, Italienisch, Rätoromanisch und Englisch erreicht der SJW-Verlag wieder die Grössendimension und Vielfalt seiner erfolgreichsten Jahre und positioniert sich unter der umtriebigen Leitung von Margrit Schmid konkurrenzlos als die Nr. 1 unter den Schweizer Anbietern von Jugend- und Kinderliteratur. (...)
«Nina» und «Parzival». Für das schwierige Lesealter von dreizehn bis siebzehn ein wahrer Fund dürfte die Erzählung «Nina» von Eleonore Frey sein. (...) Als ein eigentliches Buch von 85 Seiten präsentiert Anita Siegfried unter dem Titel «Parzival. Der rote Ritter» eine ebenso getreulich in der Tradition stehende wie erfrischend modern wirkende Darstellung der berühmten Rittergeschichte. So schön spannend und eigenartig einem die mittelalterliche Welt da ins Auge fällt: Parzival ist keineswegs ein fernes mystisches Wesen, sondern ein durchaus irdischer, in seinen Gefühlen moderner Mensch, mit dem sich heutige Jugendliche durchaus identifizieren könnten. Am Schluss, als er wunderbarerweise Gralskönig geworden ist und wie durch Zauber auch seine Condwîr-âmûrs wieder auftaucht , hört er einfach nicht mehr auf, die Wiedergefundene zu küssen.

Der Bund, 26. August 2009


Das Höhlengleichnis für junge Leser. - Die guten alten SJW-Hefte gibt es immer noch. Sie erfinden sich derzeit neu, mit Texten von nahmhaften Schweizer Autoren. (...) Dieses Jahr gibt es lauter Trouvaillen im Programm. Tim Krohn erzählt Platons Höhlengleichnis neu, mit Bezug zur Vorstellungswelt von Kindern und Jugendlichen. (...) So wie Krohn zum Philosophieren verführt, lockt Anita Siegfried mit einer kurzgefassten Neuerzählung des Parzival-Romans ins Mittelalter. Sie hält sich an die grossen Linien des Entwicklungsromans und streut exemplarisch historisch genaue Details über die höfische Gesellschaft ein, ohne dem Text seine fantastische Energie zu nehmen - schliesslich zündet da der Funke bei Fantasy-Lesern. (...)

Tages-Anzeiger, 24. August 2009