Mira – Stella Mirabilis

Dörlemann 2004
ISBN: 3-908777-09-7

Die Geschichte der unbeschwerten Mira, die durch den Verlust ihres Kindes in ein tiefes Dunkel stürzt. Erst eine überraschende Begegnung holt sie wieder ins Leben zurück.

Mira und Yanni lernen sich in der Gemäldesammlung des Dresdner Zwingers kennen. Yanni ist fasziniert von der blonden zarten Frau: Für ihn ist Mira die moderne Verkörperung einer Frauenfigur Botticellis, die aus einem Fresko in die Wirklichkeit herausgetreten ist.

Werkbeitrag Kanton Zürich 2001

 

Pressestimmen

Ein sorgfältig komponiertes, vielschichtig verschlüsseltes literarisches Kunstwerk, das sich nur unschwer auf eine Dimension reduzieren lässt. – Der Bund, 2. 4. 2004 Anita Siegfrieds Bücher haben nichts mit Betroffenheits-Literatur zu tun. Sie sind sprachlich und motivisch sehr genau gearbeitet, die Annäherung an die Protagonistin Mira geschieht aus einer kühlen Distanz. – Tages-Anzeiger 16. März 2004

Der Roman beginnt mit der Liebe, dann kommt die Lust, dann das Leid, fast schon nach dem Muster gängiger Fernsehfilmkost tragikomischen Zuschnitts. (…) Aber all dies wäre bestenfalls der gute Vorspann für einen netten Liebesfilm. Dann aber greift das Unglück in aller Härte zu. Und jetzt beginnt für Mira nebst der tiefen Traurigkeit über den Verlust des Kindes ein psychischer Prozess. Damit baut die Autorin die ergreifende Geschichte auf. So durchstreift sie die langen, nicht enden wollenden Tage einer Depression. – Mittelland Zeitung, 18. Mai 2004

Der zweite Roman für Erwachsene, die die in Zürich lebende Schriftstellerin Anita Siegfried unlängst veröffentlich hat, kommt um das Etikett „Frauenbuch“ nicht herum – und es ist ein nicht taufrisches, dafür umso tremolierenders Frauenbuch. (…) Die Frau, die das alles mitmacht, liest sich wie ein Geschöpf aus Zeiten, in denen „My fair Lady“ nicht nur ein munteres Musical war und „Educating Rita“ nicht bloss ein well made play. (…) Doch die Autorin zeigt trotzdem Subtilität und Sensibilität: dort nämlich, wo sie Dinge sprechen lässt, wo ein kühler Protokollton herrscht. Anita Siegfried versteckt ihre Mirabilien in poetischen Aperçus, die mehr über Mira verraten als so manche verquälte Formel wie der beklagte Rückzug in die Sprachlosigkeit. Sterne leuchten kalt. – NZZ 26./27. Juni 2004

Anita Siegfried erzählt genau und schnörkellos. Sie zeichnet das Porträt einer Frau. Gegen die Projektionen der Männer ist sie auf dem Weg, ihr eigenes Bild zu verwirklichen. – Neue Luzerner Zeitung, 31. 3. 2004